Wenn der Kopf keine Ruhe gibt
Alleine die Entscheidung, mich heute hinzusetzen und diesen Beitrag zu schreiben, hat mich ungefähr drölf Millionen Anläufe gekostet. Ich gehöre nämlich zur Kategorie Zerdenkerin und Gedankenbrei-Sterneköchin. In meinem Kopf gehe ich zuallererst alle möglichen To Do’s und Szenarien durch und ärgere mich dann am Ende eines jeden Tages, dass ich wieder nichts geschafft habe. Die Umsetzung ist mein persönlicher Knackpunkt 😀
Um die Masse an Gedanken in den Griff zu bekommen, beschäftige ich mich häufig mit Alltags-Aufgaben wie Einkaufen, Wäsche machen, Putzen & Co. anstatt mich um die Dinge kümmern, die mein Herz höher schlagen lassen, die mir Spaß machen, die mich erfüllen.
Die Gedanken sind frei
Mit Gedankenbrei meine ich unseren höchst aktiven Verstand, unseren Kopf. Der den ganzen Tag rolliert, To Do-Listen schreibt, sich Gedanken von der Nachbarskatze über den Haushalt bis hin zur Klimakrise macht. Mein Kopf steht so gut wie nie still.
Bevor ich überhaupt die Augen öffne habe ich schon darüber nachgedacht wie das Wetter wohl ist, das ich mich heute endlich unbedingt um meine Autoversicherung kümmern muss und ob ich die Augen jetzt wirklich öffnen soll. Dann schießt gleich der nächste Gedanke in den Kopf, dass ich eigentlich á la „Miracle Morning“ den neuen Tag als allererstes feiern sollte. Gedanklich.
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass wir über 65.000 Gedanken pro Tag denken. Das ist eine ganz schöne Leistung! Die Krux daran ist nur, dass davon über 90% der gleiche Brei wie vom Vortag ist.
Zutaten des Gedankenbreis
Nicht, dass viele Gedanken immer schlecht wären! So reifen ja auch manche Themen und ich meine „Brei“ tatsächlich sehr liebevoll. Meine Gedanken bestehen aus zig Einzelteilen und jeder hat seinen ganz eigenen Wert und Bedeutung. Unsere Gedanken haben natürlich eine Daseinsberechtigung.
Allerdings verdrängen all diese rationalen Gedanken schlichtweg viel zu häufig unsere Intuition und Raum für Kreativität. Das was uns wirklich Spaß macht gerät in den Hintergrund und so verläuft jeder Tag so, dass wir morgen, ohja, endlich morgen, dann mit den schönen Dingen anfangen.
5 Tipps, wie deine Gedanken zur Ruhe kommen
- Tief durchatmen: As simple as it is – mach die Augen zu und atme tief ein und aus.
- Schnapp dir Zettel & Stift: Alternativ öffne deine Notizen-App: Lass es einfach mal raus und bring den Brei auf Papier (übrigens völlig egal ob als Aufsatz, Bulletpoints oder Schlagworte).
- Beweg dich: Gehe eine Runde spazieren, joggen, tanz durch die Wohnung oder stretche dich einfach. Beschäftige deinen Körper, dann wird dein Kopf automatisch ruhiger.
- Nimm den Druck heraus: Führe dir vor Augen, dass dein Tag nur aus 24 Stunden besteht. Der Großteil von uns schläft und arbeitet ca. 16 Stunden davon. So unfassbar endlos ist der Tag dann doch nicht.
- Akzeptiere die Vielzahl deiner Gedanken und Gefühle: Wir leben in der wohl komplexesten Zeit aller Zeiten, es ist nicht immer einfach damit jeden Tag mit all dem was ums uns herum passiert, gut klar zu kommen. Das ist in Ordnung, es geht uns allen so.
Hey ho, let’s go!
Wenn Du für ein bisschen Klarheit in deinem Kopf gesorgt hast, ist das prima! Vergiss nicht dich dafür zu feiern – dass dir überhaupt bewusst geworden ist, dass gerade einfach zu viel los ist, du nicht mehr klar siehst und du dir deswegen einen Moment genommen hast, um dich ein wenig zu sortieren, schaffen nicht viele. Daher: Das hast du richtig gut gemacht 🙂
Nutze diese Ruhe und Zuversicht in dir und leg jetzt los. Überlege dir, was für heute wirklich wichtig ist. Schaffe dir etwas Struktur und dann setz dich hin und fang an. Mach wirklich die wichtigen dringenden Themen zuallererst, auch wenn sie die unangenehmsten sind. Wenn du erst einen Schritt gemacht hast, fühlt sich auf ein einmal alles viel leichter an. Der folgende Satz hilft mir in diesen Momenten immer:
„Done is better than perfect!“
– Sheryl Sandberg
Herz vor Kopf
Nimm dir die folgenden Schritte zu Herzen, um deinen Kopf einfach mal an Position Zwei zu stellen.
- Mach dir klar, was dir heute wirklich wichtig ist und was dir heute gut tut.
- Lege den Fokus auf das, war dir wirklich Spaß macht – der Rest kann warten.
- Versuche deinen Anspruch an Perfektion abzulegen.
- Stelle dich selbst an erste Stelle! Wir tendieren dazu, uns selbst für andere aufzuopfern und uns ein Stück weit zu verlieren.
- Sei dankbar für all die Möglichkeiten, die dir das Leben schenkt
Lass mich gerne wissen, welcher Typ du bist: Macher oder Zerdenker? Ich freue mich auf deine Nachricht oder deinen Kommentar 🙂


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