Melancholie vs. Aufbruch

Tipps & Impulse für inneren Rückzug

Vor allem in der dunkleren Jahreszeit stelle ich immer wieder fest, wie anders sich der Herbst und Winter im Vergleich zum Frühling und Sommer anfühlt. Das Jahr neigt sich dem Ende und die Natur lebt uns vor, was wir auch im Inneren verspüren: Verschiedenste Vorkehrungen werden getroffen, um mit der Energie gut hauszuhalten.

Fifty Shades of Grey?!

Wir spüren, dass irgendwie alles langsamer wird, der Abenteuer-Modus des Sommers erlischt langsam. Die vielen Grillabende und lauen Sommernächte im Biergarten mit Freunden, die vielen spontanen Ausflüge in die Berge, an den See oder in die City werden weniger im gleichen Rhythmus, in dem die hellen Stunden immer lichter werden. Die fifty shades of grey am Himmel werden zum neuen Alltag, man trifft sich weniger mit Freunden, die Aktivitäten fahren alle langsam etwas herunter.

Weihnachten rückt immer näher und damit auch das Ende des Jahres. Abende auf der Couch mit der Lieblingsserie werden wieder häufiger. Damit einher geht häufig eine gewisse Melancholie, die sich ganz unterschiedlich zeigen kann.

Vielleicht kennst Du das:

  • Du fühlst dich antriebslos
  • Deine Power um Sport zu machen ist irgendwie nicht mehr so da
  • Du gerätst in Endjahres-Stress
  • Du fühlst dich unter Druck gesetzt von den vielen To Dos, die du unbedingt noch vor Weihnachten erledigen willst
  • Du bist unzufrieden, ohne bestimmten Grund
  • Du vermisst den Sommer, die Sonne, die Wärme, das Licht
  • Du hast das Gefühl, dieses Jahr überhaupt nichts geschafft zu haben
  • Du verspürst das Bedürfnis das neue Jahr jetzt schon komplett durchzuplanen
  • Du greifst häufig zu Süßigkeiten, Plätzchen & Co.
  • Du fühlst dich unwohl in deinem Körper

Diese Grundunzufriedenheit kennen wir alle. Häufig ist beruflich zum Jahresende noch sehr viel zu tun und du merkst, dass dir die kleinen Highlights im Alltag fehlen zum Ausgleich. Irgendwie vergeht die Zeit jetzt viel zu schnell und gleichzeitig viel zu langsam. Dabei solltest du es der Natur einfach gleich tun und diese Zeit als ganz besondere Zeit anerkennen und sie feiern. Nur einfach etwas leiser und sanfter als im Sommer.

Die Magie zwischen Ende und Anfang

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

– Albert Einstein

Versuche die dunkle Jahreszeit als Geschenk zu verstehen. Dadurch dass alles im Außen ein wenig herunterfährt, bekommst du von der Natur die Gelegenheit, diese Zeit auch für deinen inneren Rückzug zu nutzen. Für Reflektion. Erkenne die Magie die zwischen dem Ende eines alten Jahres und dem Anfang eines neuen Jahres liegt und nutze diese Gelegenheit für dich! 🙂

5 Tipps für Reflektion

Tipp 1: Akzeptiere die stilleren Momente
  • Lass dich von der Natur inspirieren und genieße die stilleren Momente. Akzeptiere sie als kleine Geschenke der Achtsamkeit und bewussten Sicht nach Innen. Es ist alles okay, du darfst dir jetzt bewusst Zeit für dich nehmen.
Tipp 2: Sorge gut für dich
  • Zelebriere Selbstliebe: Mache Yoga, meditiere, gehe Spazieren, höre Podcasts und Hörbücher, kuschel dich auf die Couch mit einem guten Buch, Tee, Plätzchen und deiner Lieblingsserie, nimm ein Bad und lass es dir einfach gut gehen. Das ist in Ordnung. Und ein schöner Nebeneffekt: Wenn du dich gut um dich selber kümmerst, kannst du automatisch auch für andere besser da sein.
Tipp 3: Nutze die Zeit zur Reflektion
  • Schnapp dir ein Notizblock, dein Journal oder deine Notizen-App. Stelle dir ein paar Fragen und schreib einfach auf, was dich zur Zeit bewegt und beschäftigt. Negative Gedanken oder Unzufriedenheit setzen sich nämlich auch physisch in deinem Körper fest. Lass sie los, blicke mit Sanftheit und Dankbarkeit zurück und reflektiere:
  • Was hast du Großartiges in diesem Jahr erlebt?
  • Welche persönlichen Ziele hast du erreicht?
  • Was sind deine größten Erkenntnisse?
  • Welche wundervollen 1. Male hattest du?
  • Wofür bist du besonders dankbar?
Tipp 4: Kultiviere Dankbarkeit und Mitgefühl
  • Setze dich nicht selber unter Druck und lass dich vor allem in der Vorweihnachtszeit nicht so stressen von Dingen, die du unbedingt dieses Jahr noch erledigen wolltest. Schreib sie runter, frage dich ob du sie nicht auch nächstes Jahr erledigen kannst und sei mit dir selber nicht so streng. Lass die Gefühle zu und lass sie dann gehen. Sei dankbar für das vergangene Jahr und all die wundervollem Momente, die du erlebt hast.
Tipp 5: Blicke mit Gelassenheit in die Zukunft
  • Ein neues Jahr mit völlig neuen Möglichkeiten steht vor der Tür. Freu dich auf all die neuen Chancen und neuen Erlebnisse, die auf dich warten. Nimm dir Zeit und erstelle ein Vision Board und geh mit neu geschöpfter Energie und Zuversicht in das neue Jahr: Es wird wundervoll für dich 🙂

„Das habe ich noch nie vorher versucht. Also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“

– Pippi Langstrumpf

Welche Fragen oder Rituale helfen dir dabei, dir selber etwas Druck zu nehmen und den Blick eher nach Innen zu lenken? Lass es mich gerne in den Kommentaren oder einer Nachricht wissen 🙂

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